• Schaal, Eric

    Lebensdaten: 18. August 1905 in München – 26. April 1994 in Männedorf, Schweiz
    Beruf: Fotograf
    Exil: 1936 USA
    Eric Schaal konnte im Exil in New York sein vorheriges Hobby zum Beruf machen. Der Kaufmann hatte bereits Ende der 1920er Jahre damit begonnen, Porträtfotografien von Künstlerinnen und Künstlern anzufertigen. In den USA setzte er dies fort. Es arbeitete unter anderem für die Agentur Pix, seine Porträts erschienen in den Magazinen „Time und „Life. 1967 ließ sich Schaal in der Schweiz nieder.
  • Schindel, Dora

    Lebensdaten: 16. November 1915 in München – 11. Januar 2018 in Bonn
    Beruf: Kaufmännische Angestellte, Büroassistentin
    Exil: 1937 Schweiz, 1941 Brasilien
    Remigration: 1957 Deutschland/BRD
    Gemeinsam mit dem Politiker Hermann Görgen organisierte die Studentin Dora Schindel in der Schweiz die Ausreise von 48 gefährdeten Personen nach Brasilien. Dort übernahm sie die kaufmännische Organisation einer Fabrik; politische Wirkungsmöglichkeiten gab es kaum. Nach ihrer Remigration blieb Schindel weiterhin enge Mitarbeiterin von Hermann Görgen. Der deutsch-brasilianische Dialog wurde zu ihrer Lebensaufgabe.
  • Siemsen, August

    Lebensdaten: 5. Juli 1884 in Mark (heute zu Hamm) – 25. März 1958 in Berlin, DDR
    Beruf: Lehrer, Politiker, Publizist
    Exil: 1933 Schweiz, 1936 Argentinien
    Remigration: 1952 Deutschland/BRD, 1955 Deutschland/DDR
    In der Schweiz schrieb August Siemsen für verschiedene sozialistische Zeitungen. In Argentinien arbeitete er als Lehrer und beteiligte sich maßgeblich an der Gründung der Bewegung Das andere Deutschland. Er wurde Herausgeber der gleichnamigen Zeitschrift. Die Bewegung engagierte sich für Flüchtlingshilfe und versuchte Einfluss zu nehmen gegen nationalsozialistische Tendenzen in Lateinamerika.
  • Spalek, John M.

    Lebensdaten: 28. Juli 1928 in Warschau, Polen
    Beruf: Germanist
    Exil: 1945 Deutschland/Westzonen, 1949 USA
    Nach Kriegsende emigrierte John M. Spalek aus dem nun sozialistischen Polen nach Deutschland. Er machte eine Schreinerlehre, ging aber bald in die USA und nahm ein literaturwissenschaftliches Studium auf. Seit Anfang der 70er Jahre erforschte Spalek das deutschsprachige Exil in den USA und widmete sich auch der Nachlasssicherung. Die Ergebnisse seiner Arbeit dokumentierte er in einem umfassenden Werk.
  • Steiner, Helmut

    Lebensdaten: 20. September 1899 in Laupheim – 5. Juni 1992 St. Gallen, Schweiz
    Beruf: Kaufmann, Geschäftsführer
    Exil: 1936 Schweiz
    Bereits zwei Jahre bevor die Hopfenfirma der Familie Steiner in Laupheim zwangsliquidiert wurde, ging Helmut Steiner in die Schweiz und baute dort eine weitere Firma auf. Während des Kriegs ruhte dieser Firmenbetrieb. Steiner engagierte sich ehrenamtlich in der Jüdischen Gemeinde. Nach Kriegsende reist Steiner schon früh wieder nach Deutschland, um die Laupheimer Firma erneut aufzubauen.
  • Steinschneider, Moritz Adolf

    Lebensdaten: 20. Juni 1894 in Berlin – 11. Juni 1944 in Bellac, Frankreich
    Beruf: Rechtsanwalt
    Exil: 1933 Schweiz, 1935 Frankreich
    1935 wurde Adolf Moritz Steinschneider die Wiedereinreise in die Schweiz verweigert, wo er seit 1933 als politischer Flüchtling geduldet war. Er musste in Frankreich bleiben und lebte bis Kriegsbeginn unter schweren materiellen Bedingungen in Paris. Nach Internierung und Zwangsarbeit konnte er sich mit seiner Familie nahe Limoges verstecken. Am 11. Juni 1944 wurde er von Soldaten der SS ermordet.
  • Stern, Hellmut

    Lebensdaten: 21. Mai 1928 in Berlin
    Beruf: Geiger
    Exil: 1938 China
    Remigration: 1961 Deutschland/BRD
    1938 gelang Hellmut Stern mit seinen Eltern die Flucht nach Harbin im Norden Chinas. In der von Japan besetzten Stadt verbrachte die Familie elf Jahre unter schweren materiellen Bedingungen. Stern erhielt privaten Geigenunterricht und trat 1942 erstmals öffentlich auf. 1949 konnte die Familie nach Israel ausreisen. Stern ging 1956 in die USA und kehrte 1961 nach Deutschland zurück.