3.1 Rückkehr

Brief von Robert Murphy an Hubertus Prinz zu Löwenstein
Robert Murphy, Berater der US-Regierung: Brief an Hubertus Prinz zu Löwenstein, 18. Juni 1945. // Für Hubertus Prinz zu Löwenstein war es selbstverständlich, so früh wie möglich nach Deutschland zurückzukehren. Da die Alliierten anfangs nur wenige Rückkehrwillige ins Land ließen, verzögerte sich seine Rückkehr bis Oktober 1946. Dennoch gehört er mit zu den frühesten Remigranten.

Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, EB autograph 361, mit Dank an Konstanza Prinzessin zu Löwenstein

3.1 Rückkehr

Zu den ersten Rückkehrenden zählten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft. Viele von ihnen hatten ihr Exil ausdrücklich als temporär angesehen und wollten nun am politischen und kulturellen Aufbau Deutschlands mitwirken. Für die Nachkriegsgesellschaft spielten sie eine bedeutende Rolle.

Für viele, die in ihrem Aufnahmeland inzwischen eine neue oder auch weitere Heimat sahen, war die Frage nach der Rückkehr schwierig und belastend. War es denkbar, ins „Land der Täter“ zurückzukehren? Mit welchem Ziel und mit wessen Hilfe?

Einen allgemeinen Appell zur Rückkehr der Emigrierten hat es nie gegeben. Nur wenige kehrten dauerhaft zurück, manchmal erst Jahre später, unter Vorbehalt oder nur für eine begrenzte Zeit.

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